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Ein reines Gewissen - und dann?

Im gemeinnützigen Sektor fließen Gelder – zwischen Staaten, Unternehmen und Organisationen. Darauf zu achten, wo die eigenen Gelder herkommen ist ein wichtiger Aspekt in der Arbeit jeder Institution. Nur so kann sichergestellt werden, dass man sich nicht für einen bestimmten Zweck einsetzt, der durch das genaue Gegenteil auf der Einnahmenseite wieder beeinträchtigt wird. Aber ab wann schneidet man sich dabei ins eigene Fleisch? Und welche Rolle sollte die Kommunikation nach außen bei solchen Entscheidungen spielen?

„Aus Protest gegen die Abschottungspolitik der Europäischen Union wird Ärzte ohne Grenzen keine Gelder mehr bei der EU und ihren Mitgliedstaaten beantragen.“ Darüber informierte die Organisation vor einiger Zeit in einer Pressemitteilung. Ein mutiger Schritt. Ein starkes Signal. Ein Einschnitt in die Finanzen des Vereins, der sich doch immerhin zu knapp 7% durch institutionelle Gelder finanziert. Rund 50 Mio. EUR jährlich entgehen ihm, indem er sich den Fördermitteln der EU verschließt.

Ist das wirklich empfehlenswert? Diese Gelder werden am Ende auch den Menschen fehlen, die Ärzte ohne Grenzen vor Krieg, Krankheit und der EU-Politik schützen möchte. Die unter Vereinbarungen wie dem EU-Türkei-Abkommen leiden, weil sie auf griechischen Inseln oder hinter der Syrischen Grenze festsitzen – in überfüllten Lagern und mit mangelnder Versorgung. Zudem gibt es sicherlich auch Aspekte der EU-Politik, die Ärzte ohne Grenzen befürworten kann.

Andererseits ist es nur konsequent, keine Gelder von Quellen anzunehmen, von denen die eigenen Prinzipien mit Füßen getreten werden. Ein Kinderhilfswerk sollte in kein Unternehmen investieren, das von Kinderarbeit profitiert oder Gelder von Staaten annehmen, die Kinderheirat fördern. Und auch die Politik wird sich nur ändern, wenn sich jemand dafür einsetzt. So gesehen: Hut ab vor einem mutigen Schritt.

Der Makel an diesem Beispiel: Viele haben es gar nicht mitbekommen. Wer ein Zeichen setzen möchte, sollte das auch klar kommunizieren. Die Öffentlichkeit sollte davon erfahren, damit sie darüber nachdenken kann. Damit es nicht nur ein Akt für das reine Gewissen ist, sondern jeden Menschen, der davon erfährt, dazu anregt Position zu beziehen und letztendlich zu reagieren – Politiker und nicht zuletzt auch die Bevölkerung.

Eine anregende Lektüre und viel Mut für Veränderung wünscht Ihnen

Ihre


Martina Benz, Redakteurin
benz@die-stiftung.de

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Sächsischer Fundraisingtag: Dresden
19.-23. September,
Lehrgang "Zertifizierter Stiftungsberater": Jena
20. September,
Ein Abend mit Prof. Bofinger: Hamburg
26.-29. September,
Intensivlehrgang "Stiftungsmanagement": Leipzig
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Heftvorschau
Am 14. September erscheint die Ausgabe 5/2016 inkl. Atlas Stiftungsfonds

Das Titelthema ist diesmal "Stiftungen machen Werbung", im Vermögensteil wird es um Alternative Investments gehen. Weiteres Highlight: Ein Interview mit dem Wirtschaftsweisen Prof. Dr. Peter Bofinger. Zudem liegt der beliebte Atlas Stiftungsfonds bei, u.a. mit 33 Fonds-Porträts, Statistiken sowie Informationen zu Kennzahlen, dem Factsheet und vielem mehr.

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