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DIE STIFTUNG
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Zehn Jahre Dritter Sektor

Wie schnell doch manchmal die Zeit vergeht: Das Magazin DIE STIFTUNG wurde in diesem Herbst zehn Jahre alt. Ich habe dies zum Anlass genommen, zu überlegen, was ich eigentlich in all den Jahren der Berichterstattung über die Welt der guten Taten gelernt habe.

Hier gäbe es viel zu erzählen, doch möchte ich es bei vier Erfahrungen belassen, die bestimmt keine Einzelfälle sind.

Lob kriegen die Autoren, Kritik geht an die Redaktion.
Stellvertretend sei hier der Artikel „Von verlorenen Anträgen und komplizierten Verwendungsnachweisen“ genannt (Ausgabe 3/2014), der sich kritisch mit der Kommunikation von Förderstiftungen gegenüber fundraisenden NPO auseinandersetzte. Autorin Andrea Spennes-Kleutges (Evangelisches Johannesstift) erhielt fünf zustimmende Rückmeldungen, wir nur eine Mecker-Mail.

Recht ist ein nachwachsender Rohstoff, ganz besonders das Gemeinnützigkeitsrecht.
Immer wenn man glaubt, alles verstanden zu haben, sorgen Grundsatzurteile, Schreiben des Bundesfinanzministeriums oder Gesetzesreformen dafür, dass wir alles neu lernen müssen. Gerade belehrte uns das Attac-Urteil, dass die Finanzämter den Spielraum gemeinnützigen Engagements zu eng ziehen. Einige Verfahren zur steuerlichen Absetzbarkeit von Auslandsspenden sind aktuell vor dem Bundesfinanzhof anhängig und vielleicht steht bald eine Reform des Stiftungsrechts ins Haus.

Egal, wie lehrreich ein Kongress war, am Ende wird getanzt.
Dies gilt sowohl für den Deutschen Stiftungstag wie für den Deutschen Fundraising Kongress, neuerdings auch für sein österreichisches Pendant. Die Dialoge, die zu später Stunde stattfinden, sind legendär. Man denke nur an: „Warum war diese Dankesrede so beeindruckend?“ „Weil der Referent zehn Minuten die Wahrheit gesagt hat.“ Oder auch: „Strohgelb – dieser Wein muss ein Silvaner sein.“ „Nein, es ist ein Juliusspital.“

Der Non-Profit-Sektor bekommt durchaus Nachwuchs, hat aber auch das Talent, diesen klein und prekär zu halten.
Mehrere Studiengänge bereiten inzwischen auf eine Karriere im Dritten Sektor vor. Auch bieten etliche große Organisationen mittlerweile Traineeprogramme im Non-Profit-Management an. Wer allerdings aus der Wirtschaft in den Dritten Sektor wechseln möchte, kann zunächst eine Art Anerkennungsjahr machen und zwölf Monate auf Referendarsniveau verdienen. Ebenfalls sind Teilzeitbeschäftigungen und Befristungen weit verbreitet. Auch die nächste Geschäftsführerstelle mit Bezahlung nach TVöD Entgeltgruppe 11 kommt bestimmt. Besser hat es jene Kollegen getroffen, die bei einer unternehmensverbundenen Stiftung oder einem Wohlfahrtsverband arbeiten. 

Ich bin gespannt, wie sich der Sektor in den nächsten zehn Jahren verändern wird. Mein Tipp: Zwei der vier Punkte werden dann immer noch aktuell sein. Ich weiß nur nicht, welche.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Adventszeit.

Ihr

Gregor Jungheim, Redaktionsleiter
jungheim@die-stiftung.de

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