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Liebe Leserinnen und Leser,

Europa wacht langsam auf. In dieser Woche wird ein Aktionsplan der EU-Kommission vorgestellt, der aus dem Kontinent die „weltweit führende Region“ im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) machen soll. Bis 2020 will man zunächst 20 Mrd. EUR dafür in die Hand nehmen. Die Mitgliedsstaaten, Wirtschaft und Forschung sollen Hand in Hand zusammenarbeiten. Bei den deutschen Unternehmen, die sogenannte KI-Partnerschaften eingehen sollen, denkt man in Brüssel an SAP und Kuka. Dumm nur, dass Letztere längst in chinesischer Hand ist. So oder so dürfte es schwer fallen, den Vorsprung des Reichs der Mitte bei KI noch einzuholen.

Kuka ist vergangene Woche in einem anderen Zusammenhang in die Schlagzeilen geraten. Die chinesischen Eigentümer haben Vorstandschef Till Reuter aus dem Amt gedrängt. Und das weniger als ein Jahr nach Vollzug der umstrittenen Übernahme des Augsburger Robotikspezialisten durch Midea. Reuter, der Mann der die Transaktion persönlich vorangetrieben und stets verteidigt hatte, geht nicht freiwillig. Das hat er auch kundgetan. All dies wirft kein gutes Licht auf die neuen Herren aus Foshan. Sie mögen ihre Gründe haben: Vor dem Hintergrund eines schwächelnden Automationsmarkts in den USA und China scheint dem Vernehmen nach der scheidende Chef bei der Umsetzung der strategischen Vorgaben von Midea recht zögerlich vorgegangen zu sein. So konnte Reuter anscheinend nur wenig der Idee abringen, den Aufbau von F&E-Kapazitäten in China rasch voranzutreiben und gleichzeitig dort als Premiumhersteller in das mittlere und untere Segment des Robotikmarktes vorzudringen. Dennoch: Das Bild, das der unfreiwillige Abgang abgibt, dürfte kaum dazu beitragen, das Image der chinesischen Investoren in der deutschen Öffentlichkeit zu verbessern. Diese unternehmerische Entscheidung könnte durchaus noch politische Konsequenzen haben.

Mit 2018 geht ein schwieriges Jahr für das deutsch-chinesische M&A-Geschäft zu Ende. Handelskonflikte kontinentalen Ausmaßes und wachsender Protektionismus gehen auch an den chinesischen Investitionen in Deutschland nicht spurlos vorüber. Dennoch sehen wir weiterhin ein überzeugendes Matching zwischen beiden Ländern nicht nur für einzelne Unternehmen, sondern auch auf gesamtwirtschaftlicher Ebene. Wir planen daher, im kommenden Jahr unser inhaltliches Spektrum zu erweitern: Neben dem Thema M&A werden wir uns auch verstärkt mit Greenfield-Investitionen und Joint-Venture-Projekten beschäftigen. Freuen Sie sich mit uns gemeinsam auf die neue Investment Plattform China/Deutschland. Die nächsten Plattform News erscheinen am 8. Januar 2019.

Bis dahin wünsche ich Ihnen, liebe Leser, eine gute Zeit, ein frohes Weihnachtsfest, und einen guten Rutsch.

Stefan Gätzner
Chefredakteur M&A China/Deutschland


Allianz gründet 100%-Tochter in China

Als erste ausländische Versicherungsgesellschaft in China überhaupt erhält die Allianz SE die Erlaubnis zur Gründung einer Tochtergesellschaft im Alleinbesitz. Hierfür gab die China Banking and Insurance Regulatory Commission (CBIRC) jetzt grünes Licht. Der Münchner Konzern plant, 2019 die Allianz (China) Insurance Holding Company Limited mit Sitz in Shanghai zu registrieren. Bisher waren Versicherer aus dem Ausland stets auf heimische Joint-Venture-Partner angewiesen. Die Genehmigung der 100%-Tochter der Allianz folgt einer Reihe von Maßnahmen Pekings zur Öffnung des Marktes für Finanzdienstleistungen.

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Kuka-Chef Reuter nimmt seinen Hut

Till Reuter gibt im Dezember sein Amt als Vorstandsvorsitzender der Kuka AG auf und verlässt das Unternehmen. Interimsweise wird der bisherige CFO Peter Mohnen ab 6. Dezember den Posten von Reuter übernehmen. Das gab der Augsburger Robotikspezialist am Montag überraschend und ohne nähere Angabe von Gründen bekannt. Die Investorenvereinbarung mit Midea, die umfassende Standort- und Arbeitsplatzgarantien beinhaltet, ist demnach von der Personalie jedoch nicht berührt. Kuka war vor knapp zwei Jahren von dem chinesischen Hausgerätehersteller übernommen worden. Zuletzt mussten die Augsburger mit einem Umsatzrückgang kämpfen.

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Ping An investiert 41,5 Mio. EUR in Finleap

Die Berliner Finleap sammelt im Rahmen einer Finanzierungsrunde 41,5 Mio. EUR vom Ping An Global Voyager Fund ein. Finleap ist ein auf Fintech-Start-ups spezialisierter Company Builder. Für den 2017 gegründete Ping An Global Voyager Fund ist die Beteiligung das erste Investment in Kontinentaleuropa. Der Fonds gehört zu Ping An Insurance, dem nach Marktkapitalisierung größten Versicherungsunternehmen der Welt. Zur genauen Höhe des erworbenen Anteils machten die beteiligten Parteien keine Angaben.

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BMC erwirbt Cordenka für 240 Mio. EUR

Der BMC („Beautiful Mind Capital“) Europe Fund I meldet seine erstes Investment: Für 240 Mio. EUR erwirbt der vergangenes Jahr in Shanghai gegründete Fonds das Spezialchemieunternehmen Cordenka. Verkäufer ist die französische Private Equity Gesellschaft Chequers Capital, die den deutschen Mittelständler seit 2011 in ihrem Portfolio führte. Laut Angaben von BMC liegen bereits alle behördlichen Genehmigungen aus China und Deutschland vor.

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Zwischenbilanz im Beteiligungsgeschäft

Zum fünften Mal lud die Plattform M&A China/Deutschland I
ihre Partner und ausgewählte Gäste zu Ihrer Jahresveranstaltung ein. Im TechTower des Sino German Hi-Tech Parks fanden sich in Heidelberg rund 40 M&A-Experten, Investoren und Berater ein. Nach der Vorstellung dieses in Deutschland einmaligen Industrie- und Technologieparks folgte ein Einblick in die komplexen Erfahrungen eines deutschen Unternehmens mit einem chinesischen Eigentümer. Am Ende stand ein Blick zurück auf die Rückschläge der vergangenen Monate im grenzüberschreitenden M&A-Geschäft.

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BASF beteiligt sich an Shanghaier Prismlab

BASF Venture Capital (BVC) investiert in Prismlab, einen Shanghaier Anbieter von 3D-Druckverfahren und 3D-Druckmaschinen. Das 2005 gegründete Unternehmen hat einen neuartigen additiven Druckprozess entwickelt, der sich durch hohe Geschwindigkeit und Präzision bei gleichzeitig niedrigen Kosten auszeichnet. Der Venture-Arm des deutschen Chemieriesen plant mit seiner Investition, Prismlab bei der Produktinnovation und dem Auftritt auf dem Weltmarkt zu unterstützen. Zur genauen Höhe und dem Kaufpreis der Beteiligung äußerte sich BVC nicht.

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Plattformpartner M&A China/Deutschland

Die Partner der Plattform M&A China/Deutschland sind führende Adressen im grenzüberschreitenden M&A-Geschäft mit interkultureller Kompetenz und langjähriger China-Erfahrung. Vereint werden M&A-Professionals aus verschiedenen Dienstleistungsbereichen in China und Deutschland.

Zur Übersicht der Plattformpartner...

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5.12.2018Aktuelle Termine

DatumOrt VeranstalterEvent
5.12.2018AschaffenburgChinaforum BayernChinaforum Breakfast Club: Startups in China
5.12.2018HamburgDCWDCW-Regionaltreffen: Geschäftsklima in China
5.12.2018MünchenGuangdong Economic & Trade Office EuropeKooperations- und Investmentkonferenz Heyuan
17.12.2018MünchenChinaforum BayernChinaforum Breakfast Club: China 2018 – ein Jahresrückblick

Alle Termine...

Plattform M&A China/Deutschland Ausgabe 4/2018

Titelstory:

Zwischen Kooperation und Protektionismus – Energiebranche unter Hochspannung

Weitere Themen:

  • Fallstudie 1: Geduldsspiel für Bohai bei der Übernahme von Trimet
  • Fallstudie 2: IoT-Spezialist Goodix holt sich Dresdner Start-up CommSolid ins Haus
  • Expertenumfrage: Geplatzte Deals, erschüttertes Vertrauen – die Fälle 50Hertz und Leifeld verunsichern Investoren
  • Standorte: Bao’an und FrankfurtRheinMain
  • und vieles mehr!

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>> Plattform M&A China/Deutschland 4/2018 – E-Magazin/Heftbestellung <<


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