Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.




  1. Kommende Veranstaltungen
  2. News & Aktuelles
  3. Mitgliedschaften des BM&A
  4. Impressum


Liebe Mitglieder und Freunde des BM&A,

Sie kennen die Nachricht: die EU-Kommissarin Margrethe Vestager hat die Fusion der Bahntechniksparten von Siemens mit Alstom untersagt, mit der Begründung, dass damit der Wettbewerb in Europa geschwächt würde.

Warum wollten sich die Erzrivalen Siemens und Alstom hier zusammenschließen? Weil sie sonst keine Chance sehen, gegenüber der China Railway Rolling Stock Corporation (CRRC) aus China gegenzuhalten, die mittlerweile größer ist als alle großen westlichen Player aus EU und USA zusammen.
Die Europäer können es sich nicht mehr leisten, mehrere Hochgeschwindigkeits-Systemzüge parallel zu entwickeln und in den relativ reifen Märkten gegeneinander anzutreten. Deshalb der wagemutige Schritt, aus dem ICE und dem TGV etwas Gemeinsames zu machen. Sonst haben die Europäer keine Chance, im globalen Wettbewerb zu bestehen. Es geht um den Weltmarkt – und den greift die CRRC derzeit massiv an, mit Angeboten auf allen Kontinenten. Und in Deutschland haben sie auch schon die Hand am Türgriff: mit einem Auftrag für Rangierloks bei der Deutschen Bahn – zwar ein kleiner Deal, aber damit lernen sie, wie die Zertifizierung beim Eisenbahn-Bundesamt läuft und bauen damit eine Ausgangsposition für Großaufträge bei der DB.

Vestager argumentiert, es sei ein historischer Irrtum, dass Europa Wettbewerber etwa aus China zulasse, die selber ihren Markt verschlössen. Gerade deshalb habe die Kommission ein „Instrument für volle Reziprozität im Handel“ vorgeschlagen. Das sehe vor, bei europäischen Ausschreibungen nur noch Bieter aus Ländern zuzulassen, die selbst auch einen offenen Markt haben.

Wie der Rangierlok-Auftrag bei der DB zeigt, ist sie nicht richtig informiert. Und die Europäer haben keine Chance, in China zu einem Auftrag zu kommen, angesichts des auch dort schon reifen Marktes und der Überkapazitäten der chinesischen Hersteller.

Sicher: wenn man den Chinesen die Pistole auf die Brust setzen würde und ihnen erklärte, dass sie in Europa leider nicht anbieten dürfen, weil kein Zugang der Europäer in den chinesischen Markt besteht, dann haben sie leichtes Spiel, das Gegenteil zu beweisen. Dann dürfen die Europäer mal anbieten, fallen aber immer wieder raus weil zu teuer, weil die Spezifikation nicht passt – da gibt es vielerlei Gründe, um in einem jahrelangen Bieterprozessen am Ende immer den Kürzeren zu ziehen.

Vestager macht einen grundlegenden Denkfehler: sie spekuliert auf „reziprokes Verhalten“ sollte aber besser Beweise einfordern, d.h. die Chinesen sollten erst dann einen Großauftrag in Europa bekommen wenn die Europäer auch einen in der Tasche haben. Dies müsste dann im wahrsten Sinne „Zug um Zug“ erfolgen, also am besten zeitgleich, damit keiner den anderen austricksen kann.

Wäre das dann ein Kartell? Würde die EU dann die Rolle des chinesischen Staatsapparates übernehmen, nämlich als „oberster Unternehmer“ des Landes? Wäre das dann eine „Bedrohung des Welthandels“, die ich selber kürzlich in einem Artikel an die Wand gemalt habe?

Eines sollte jedenfalls klar sein: eine blauäugige Europa-isolierende Kartellpolitik schützt nicht den Wettbewerb sondern schadet Europa. Die Zeiten haben sich geändert und wenn wir nicht in der Lage sind, zeitgemäß zu reagieren, dann handeln wir mit Zitronen.

Der französische Wirtschaftsminister Le Maire setzt sich nun für eine Reform des europäischen Wettbewerbsrechts ein und spricht von „überholten Regeln, die neu geschrieben werden müssen“.

Ob dazu zwischenstaatliche Verhaltensregeln anzustreben sind oder global orientierte Kartellgesetze - etwa in Zusammenarbeit zwischen den führenden Kartellbehörden auf den Kontinenten - zu entwickeln sind, das müssen die Fachleute entscheiden: nicht nur Politiker und Juristen allein, sondern unter Einbezug von Industrievertretern aller Seiten. Der Bundesverband Mergers & Acquisitions hat diese Thematik nicht nur im Auge, sondern plant Konkretes. Lassen Sie sich überraschen!

Wie immer wünsche ich Ihnen allen einen guten Dealflow,

Ihr Kai Lucks


Bundesverband M&A Vorsitzender Herr Prof. Dr. Lucks
Prof. Dr.-Ing. Kai Lucks

Vorstandsvorsitzender BM&A


Kommende Veranstaltungen

28. Februar

Veranstaltungsort: Hamburg
Veranstalter: Datagroup
Co-Veranstalter: Bundesverband M&A

Zielgruppe: Unternehmen, Investoren und deren IT-Verantwortliche (CIOs, Projektmanager, Infrastrukturleiter, Operationsverantwortliche)
Thema: Das Ziel des IT M&A Arbeitskreises ist es, Erfahrungen aus dem Bereich Informationstechnologie in M&A Prozessen auszutauschen und langfristig gemeinsame Standards für die IT-Disziplin zu erarbeiten.

20. März

Veranstaltungsort: München
Veranstalter: Deloitte
Zielgruppe: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von PE-Häusern, Mergers & Acquisition und Corporate Development Abteilungen von Unternehmen mit Sitz rund um München
Thema: Ziel ist es, eine informelle Plattform zu schaffen, mit welcher der Erfahrungsaustausch zwischen den in der Region ansässigen Unternehmen gefördert wird.

9. Mai
2. Sitzung des Arbeitskreises Post Merger Integration (PMI)

Veranstaltungsort: München
Veranstalter: Bundesverband M&A
Zielgruppe: BM&A Mitglieder und Interessenten
Thema: Vertiefung der definierten inhaltlichen Arbeitsfelder des ersten Workshops im Januar (Best-Practice Integrationsansätze - Tools und Prozesse, Digitalisierungsansätze in der PMI, Culture Integration)


News und Aktuelles

Bundesverband Mergers & Acquisitons – Arbeitsgruppe Digitalization – „Emerging Technologies“ – Artificial Intelligence & Cyber-physical systems

Am 14. Februar 2019 fand in München das Arbeitskreistreffen Digitalization – „Emerging Technologies“ statt.

31 Verantwortliche und Entscheider aus Konzernen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Anwälten und Beratern trafen sich in den Räumlichkeiten der INVENSITY GmbH, um über die aktuellen Trends „Artificial Intelligence (AI)“ und „Cyber-Physische-Systeme“ zu sprechen und dabei auf foldende Fragestellungen einzugehen:

  • Was verbirgt sich hinter diesen beiden Technologien?
  • Welche Potenziale und Herausforderungen verbergen sich dahinter?
  • Wie werden diese Technologien unsere Gesellschaft verändern?
  • Welchen Einfluss haben diese beiden Technologien auf den M&A-Prozess und Targetbewertung?

Nach der Einführung bildete der Vortrag von Herrn Dr. Blaseio den Einstieg in die Vortragsreihe mit dem Thema „Entscheidungsraum und können Computer kreative Lösungen durchführen?“. Herr Dr. Braun von dem AI-Start-up Augustus stellte die Konzepte von Neuronalen Netzen sowie die unterschiedlichen Anwendungsbereiche vor. Abschließend stellte Herr Ebert von Aifinity die Möglichkeit zur Generierung von neuen Kunden durch Socialiser-Assistenten in Sozialen Netzwerken vor.

Zum Abschluss des AI-Blocks wurde der Wunsch des Verbandes formuliert, ein freundlicheres Umfeld für AI in Deutschland zu schaffen, um den Abstand zu den führenden Nationen China und USA nicht noch weiter zu vergrößern.
Zum Abschluss hat Herr Marquart von INVENSITY Praxisbeispiele aus der Technical & Operational Due Diligence von Cyber-physischen Systemen vorgestellt.

Diese Systeme bestehen aus elektronischen, mechanischen und softwaretechnischen Elementen, die untereinander vernetzt sind und auf unterschiedlichen Ebenen agieren. Anwendungsbeispiele findet man in der Automobilindustrie, Smart Home und in den Bereichen IoT und Industrie 4.0 wieder.



Foto: © INVENSITY GmbH
Stefan Marquart von INVENSITY GmbH bei seinem Vortrag.


Deloitte Roadshow „Making Deals Successful –The Impact of Analytics in M&A and Value Creation”

Aus großen Datenmengen wertvolles Wissen für M&A-Transaktionen zu generieren, war das Motto der Roadshow „Making Deals Successful – The Impact of Analytics in M&A and Value Creation”.

Auf den Veranstaltungen – in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München – haben Experten aus dem Bereich Financial Advisory bei Deloitte den Mehrwert aus der Kombination von moderner Technologie und Expertenwissen entlang des M&A-Lifecycle aufgezeigt. Vorgestellt wurden nicht nur in der Praxis bereits erfolgreich eingesetzte Tools, sondern auch Entwicklungen, die zukünftig zu planen und einzusetzen sind.

„Eine rundum gelungene Veranstaltung!“, lautete das Fazit vieler Teilnehmer. Die Vorträge:

AI-Enabled Scenarios for M&A Business – Center for the Long View
Ableitung zukünftiger M&A-Aktivitäten auf Basis von KI-gestützter Strategiefindung und Wettbewerberanalyse.
BigData Analytics in M&A Carve-out-Transaktionen Datenbankgestützte BigData-Lösungen mit verbesserten
und schnelleren Analysen und Simulationen finanzieller Implikationen bei komplexen M&ATransaktionen wie zum Beispiel Abspaltungen und Aufspaltungen.
Smart Contract Analytics
Smart Contract Analytics, um mithilfe automatischer Erkennung und Klassifikation von Vertragsdokumenten und Identifikation besonders risikoreicher Vertragsinhalte relevante Informationen während des M&A-Prozesses schneller zur Verfügung stellen zu können.
Process Bionics – Transparency as a Key Success
Factor for Value Creation
Process Mining im Rahmen von Komplexitätsanalysen prozessualer Verflechtungen am Beispiel von Carve-outs sowie zur Erhöhung der Transparenz der Prozesse. Unterstützung von Integration und Monitoring durch Benchmarking relevanter Prozesse und Herausarbeiten von Synergien.



Foto: © Deloitte GmbH
Wanja Giessen mit Zuhörerinnen



BM&A - Als Mitglied profitieren

Die Mitgliedschaft im BM&A bietet eine Vielzahl von Vorteilen für Unternehmen, Berater und Privatpersonen. Dazu gehören u.a.:

  • die mögliche Teilnahme an zahlreichen geschlossenen M&A Fach-Veranstaltungen
  • der gezielte Ausbau des eigenen Netzwerks an branchenrelevanten Kontakten
  • die Integration / Teilnahme an themenorientierten Arbeitskreisen
  • das Einbringen von Whitepapers / Studien / Presseberichte in das BM&A-Netzwerk
  • die in Absprache gemeinsame Realisierung von M&A-Events
  • den Unternehmenseintrag in der M&A Expertensuche auf der BM&A Website
  • bleiben Sie auf dem Laufenden zu aktuellen News, zu all unseren Aktivitäten und Engagements rund um das Thema M&A mit unserem Newsletter
  • Profitieren Sie von unseren Kooperationen mit Seminaranbietern, Hochschulen und Weiterbildungseirichtungen (z.B. Jurgrad Münster, CPEA TU München, etc.)

Sichern Sie sich Ihre Vorteile – als
Unternehmen | M&A Dienstleister | Private Equity/Family Offices

Sprechen Sie uns an - wir beraten Sie gerne!

Ihr Ansprechpartner:
Ulrike Hedrich
Tel.: 089 / 2000 339 62
E-Mail: verwaltung@bm-a.de
www.bm-a.de