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Ach, die paar Millionen

Zunächst meldete es der Spiegel, dann nahm auch die Tagesschau die Meldung auf: Greenpeace hat ein paar Millionen in den Sand gesetzt, mit missglückten Währungsspekulationen.

Nun also die nächsten Millionenbeträge, die sich Spender mühsam vom Munde abgespart haben, und die sich nun durch eine Unachtsamkeit in Luft aufgelöst haben. So oder so ähnlich würde man argumentieren, wäre man wohlwollend aufgelegt. Bin ich aber nicht. Ich bin sauer, und zwar so richtig. Seit Jahren schon predigen wir mantrahaft, die Welt der guten Taten möge sich professionalisieren, gerade und vor allem in der Vermögensanlage. Das Niedrigzinsumfeld verlangt nach einer professionellen Hand und verzeiht solche Fehler wie jenen von Greenpeace nicht im Geringsten. Die Millionen, die jetzt wieder durch eine Währungswette verpulvert wurden, kommen nicht wieder, das Geld ist erst einmal weg, unwiederbringlich.

Professionell ist das eben nicht. Eine gute Spenderbetreuung hört eben nicht mit der Ausstellung der Spendenbescheinigung auf, sondern setzt sich fort bei der Verwaltung des Geldes. Professionalität bedarf aber auch der Einsicht, etwas nicht zu können, und davon sind viele Stiftungen und andere gemeinnützige Organisationen noch ein Stück weit entfernt. Mich ärgert das sehr, denn wie oft höre ich bis heute, dass man Banken oder Vermögensverwaltern nicht trauen könnte. Flapsig könnte ich sagen, dass Ergebnisse wie jetzt von Greenpeace jede Bank schafft, aber an dieser Stelle verbietet sich jede Flapsigkeit. Stattdessen sollten sich Greenpeace & Co. die Frage stellen, inwiefern Vorfälle wie diese zu einem Umdenken anregen. Vermögensverwaltungsmandate sollten nun endlich in der Breite ausgeschrieben und für die jeweiligen Belange die richtigen Profis engagiert werden – bevor es an die Auswahl von Produkten und Wetten geht.

So sauer ich war und bin, ich will die Hoffnung nicht verlieren, dass die Welt der guten Taten aus Meldungen wie jener von Greenpeace lernt, sich schnell und gezielt zu professionalisieren. Vermögen wird nicht zwischen Tür und Angel verwaltet, und ein Mandat auszuschreiben, ist keine Raketenwissenschaft.

Ich für meinen Teil werde künftig genauer hinschauen, wenn ich einer Organisation an Weihnachten meine Spende zukommen lasse. Greenpeace jedenfalls ist da erstmal außen vor.

Mit weltmeisterlichen Grüßen Ihr


Tobias Karow, Verlagsleiter
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Die Ausgabe 4/2014 erscheint am 16. Juli

Das Thema ist "Humor im Dritten Sektor", zudem wird es ein Heft im Heft zur Stiftungsgründung geben und im Vermögensteil widmen wir uns Nachhaltigen Investments. Ein weiteres Highlight wird sich mit einem Qualitätssiegel für Treuhandstiftungsverwaltung beschäftigen...
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